- Cellier de Prince
- Brott Weinmuseum
- Domaine de la Solitude
- Domaine les Hautes Briguieresx
- Beaumes-de-Venis
- Moulin CastelaS
- Brusco restaurant
- Pizza des Halles
Cellier de Prince
Wein, der nach Sonne schmeckt
Wer den Süden Frankreichs wirklich verstehen will, muss ihn schmecken. Und am besten gelingt das im Cellier des Princes – einem Ort, an dem der Wein nicht nur verkauft, sondern gelebt wird.
Nur einen Steinwurf von Jonquières entfernt, im Herzen des berühmten Châteauneuf-du-Pape-Gebiets, liegt diese Winzergenossenschaft, die Tradition und Qualität auf wunderbar entspannte Weise verbindet. Hier kommen lokale Winzer:innen zusammen, um das Beste ihrer Arbeit zu teilen – mit Besucher:innen, mit Kenner:innen, mit Neugierigen.
Die Regale sind voller Schätze – von samtigen Rotweinen bis zu frischen Rosés, von kräftigen Cuvées bis zu eleganten Weißweinen. Und das Schönste: Ihr könnt probieren. Und fragen. Und lernen. Denn die Mitarbeiter:innen des Cellier sind nicht nur freundlich, sondern auch mit Herz bei der Sache – sie erzählen von Böden, von Traubensorten, vom Mistral, der durch die Reben fegt, und von der Geduld, die guter Wein braucht.
Für uns ist der Cellier des Princes mehr als ein Weinkeller. Es ist ein Ort, an dem man die Landschaft schmeckt: die Sonne auf den Hängen, den Kalkstein der Böden, die Geschichte in jeder Flasche.
Ob ihr euch einen besonderen Tropfen für Zuhause mitnehmt oder einfach nur genießt, was euch eingeschenkt wird – ein Besuch hier ist wie ein Gespräch mit der Provence selbst: ehrlich, warm, tief.
Und vielleicht hebt ihr beim nächsten Glas Châteauneuf-du-Pape irgendwo in Deutschland das Glas – und erinnert euch an genau diesen Moment: zwischen Wein, Licht und einem Lächeln.
Unser Tipp: Es gibt auch eine deutschsprachige Mitarbeiterin, mit der die Weinprobe sehr viel Spaß macht.
Webseite: https://www.cellierdesprinces.fr
Brott Weinmuseum
Die Geschichte im Glas
Wenn Wein erzählen könnte, dann würde er es hier tun: Im Musée du Vin Brotte, mitten im legendären Châteauneuf-du-Pape, wo Sonne, Stein und Rebstock seit Jahrhunderten eine Liebesgeschichte schreiben.
Dieses charmante Weinmuseum ist weit mehr als eine Ausstellung – es ist eine sinnliche Reise durch die Geschichte des Weinbaus in der Provence. Zwischen alten Pressen, duftendem Eichenholz, historischen Werkzeugen und liebevoll gestalteten Schautafeln wird erlebbar, was es bedeutet, Wein nicht nur zu trinken, sondern zu verstehen.
Man lernt nicht nur, wie Reben wachsen, wie Terroir schmeckt oder wie das Klima die Rebe formt – sondern auch, wie tief der Wein in der Kultur und Identität der Region verwurzelt ist. Alles ist mit großer Sorgfalt und einem feinen Sinn für Atmosphäre gestaltet.
Und das Beste: Am Ende wartet die Verkostung. In stilvoller Umgebung könnt ihr verschiedene Weine des Hauses Brotte probieren – von charaktervollen Roten über elegante Weiße bis hin zu kraftvollen Cuvées, die auf der Zunge Geschichten erzählen. Die Mitarbeiter:innen nehmen sich Zeit, beantworten Fragen und empfehlen mit Freude – ganz ohne steife Weinsprache, dafür mit viel Herz.
Für uns war der Besuch ein echtes Highlight. Weil man hier nicht nur schmeckt, sondern versteht. Und weil man aus dem Museum nicht nur mit einer Flasche Wein geht, sondern mit einem Gefühl – dem Gefühl, dem Wein ein bisschen näher gekommen zu sein.
Ein Ort, der die Leidenschaft für das, was aus Trauben wird, auf wunderbar leichte Weise vermittelt. Und der Lust macht, beim nächsten Glas ein wenig länger hinzuschmecken.
Unser Tipp: Reserviert ein Ticket online oder ruft vorher an, da es oft große Gruppen gibt und es eventuell keine freien Plätze mehr gibt.
Webseite: https://www.museeduvinbrotte.com/de/

Domaine de la Solitude
Wo Stille nach Wein duftet
Es gibt Orte, an denen man das Gefühl hat, dass die Zeit ein wenig langsamer fließt. Die Domaine de la Solitude, etwas außerhalb von Châteauneuf-du-Pape gelegen, ist genau so ein Ort.
Eingebettet in sanfte Hügel, zwischen alten Rebstöcken und Zypressen, empfängt einen hier eine ruhige, fast poetische Atmosphäre. Schon bei der Ankunft spürt man: Hier geht es nicht nur um Wein, sondern um das, was ihn möglich macht – Geduld, Handwerk, Boden, Licht.
Die Domaine blickt auf eine lange, traditionsreiche Geschichte zurück. Und doch wirkt sie kein bisschen angestaubt – im Gegenteil: Die Weine sind lebendig, elegant, tief, mit viel Charakter. Jede Flasche erzählt von der Landschaft, vom Mistral, vom Kalkstein, auf dem die Reben gedeihen – und von Menschen, die ihre Arbeit lieben.
Was uns besonders in Erinnerung geblieben ist, war die Herzlichkeit der Gastgeber:innen. Mit echter Freude erzählen sie von ihrer Philosophie, lassen einen probieren, erklären, ohne zu belehren, und schenken großzügig ein. Es fühlt sich eher an wie ein Besuch bei Freund:innen als wie eine klassische Weinprobe.
Im Schatten der alten Bäume, mit Blick auf die Weinberge, schmeckt ein Glas Châteauneuf-du-Pape gleich nochmal so gut. Und wer einen Moment innehält, hört vielleicht das Summen der Bienen, das Rascheln der Reben im Wind – oder einfach nur die wohltuende Stille, nach der das Weingut benannt ist.
Für uns war die Domaine de la Solitude ein Ort voller besonderer Augenblicke. Ein Platz zum Ankommen, Genießen, Loslassen.
Wichtig: Verkostung mit Kaufabsicht
Webseite: https://domainesolitude.com/welcome/
Domaine les Hautes Briguieresx
Weingut am Fuße des Mont Ventoux
Gegründet im Jahr 2000 von François‑Xavier Rimbert, steht das Weingut in Mormoiron für drei Generationen regionaler Handwerkskunst und Liebe zum Wein. Auf rund 38 Hektar – größtenteils in leichter Terrassenform auf etwa 350 Metern Höhe – gedeihen die Reben in einem Boden aus kalkhaltiger Ton-Erde, perfekt geprägt durch das Klima an der Südflanke des Mont Ventoux.
Unser Tipp: Probiert den „Rose`Dùne Nuit“
Webseite: https://hautes-briguieres.com/#ledomaine


Beaumes-de-Venis
Goldene Tropfen & sanfte Hügel
Beaumes-de-Venise ist ein Ort, der leise verführt. Eingebettet in die sanfte Landschaft zwischen den Dentelles de Montmirail und den weiten Rebenhängen liegt dieses charmante Städtchen, das vor allem für eines berühmt ist: seinen goldenen Schatz – den Muscat de Beaumes-de-Venise.
Dieser edelsüße Wein wird aus der Muscat à petits grains blanche gewonnen, einer Traube, die viel Sonne liebt und ihren ganzen Charakter aus der trockenen Wärme der Region schöpft. Das Ergebnis ist ein Likörwein, der nach Sommer schmeckt – nach Honig, Aprikose, Lavendel und einem Hauch von Orangenblüte.
Zahlreiche kleine Weingüter laden hier zum Probieren ein. Die Atmosphäre ist entspannt, herzlich, fast familiär. Oft steht der Winzer oder die Winzerin selbst hinter dem Tresen, schenkt ein, erzählt von der Ernte, von alten Rebstöcken, von der besonderen Sorgfalt, die dieser Wein braucht.
Der Wein wird meist gekühlt serviert – ein goldener Tropfen im Glas, der sich perfekt als Aperitif eignet oder zu einem Ziegenkäse mit Feigenkonfitüre, einer Zitronentarte oder einfach nur zu einem stillen Moment in der Nachmittagssonne.
Aber Beaumes hat noch mehr zu bieten als seinen berühmten Muscat: verwinkelte Gassen mit rosafarbenem Kalkstein, kleine Boutiquen, duftende Gärten, ein Panoramaweg mit Ausblick auf die Reblandschaft – und immer wieder das Gefühl, angekommen zu sein.
Für uns ist Beaumes-de-Venise ein Ort, der süß beginnt und tief nachhallt. Vielleicht, weil hier alles ein wenig leiser ist, ein wenig weicher. Und weil man hier spürt, wie viel Liebe in einem einzigen Glas Wein stecken kann.



Moulin CastelaS
Gold aus Oliven & Liebe zur Landschaft
Hoch oben in den Alpilles, nicht weit von Les Baux-de-Provence, liegt ein Ort, an dem man das Herz der Provence schmecken kann: die Moulin Castelas.
Umgeben von uralten Olivenhainen, wo die knorrigen Bäume in der Mittagssonne silbrig flirren, entsteht hier seit Generationen ein Olivenöl, das mehr ist als nur eine Zutat – es ist ein Stück Kultur, ein Tropfen Landschaft, ein Ausdruck von Geduld und Hingabe.
Die Familie Hugues, die hinter der Mühle steht, hat sich ganz der traditionellen Herstellung und dem nachhaltigen Anbau verschrieben. Die Oliven werden mit Sorgfalt geerntet – teils von Hand –, schonend verarbeitet und in der eigenen Mühle kalt gepresst, um die feinen Aromen zu bewahren.
Bei einem Besuch der Moulin Castelas darf man nicht nur schauen, sondern auch kosten. Und staunen. Da gibt es Olivenöle mit frischer Schärfe, solche mit Noten von Artischocke, Mandeln oder grünem Gras, und andere, die weich und nussig schmecken – je nach Sorte, Lage und Jahreszeit. Besonders faszinierend ist es, zu sehen, wie vielfältig „einfaches“ Olivenöl sein kann – und wie eng es mit dem Boden, dem Licht und der Leidenschaft der Menschen verbunden ist.
Wer möchte, kann an einer Verkostung teilnehmen oder durch den kleinen Laden schlendern, wo neben Öl auch Tapenaden, Kräutersalze und andere provenzalische Köstlichkeiten auf euch warten. Man spürt sofort: Hier geht es um Qualität, nicht um Masse – und um die tiefe Verbundenheit mit der Region.
Für uns war der Besuch bei Moulin Castelas wie ein Innehalten: ein Moment der Ruhe, des Genusses, der Erdung. Vielleicht, weil man dort spürt, wie einfach das Gute sein kann – wenn man es mit Liebe macht.
Ein Ort für Feinschmecker:innen, Naturfreund:innen – und alle, die das Ursprüngliche suchen.
Unser Tipp: Die Einfahrt liegt etwas versteckt, fahrt langsam vorbei um Sie nicht zu verpassen.
Webseite: https://www.castelas.com

Brusco restaurant
Genuss im alten Bahnhof
Es gibt Orte, an denen man nicht nur isst, sondern verweilt. Wo die Zeit sich dehnt, das Licht weicher wird und das Gespräch noch ein zweites Glas Wein bestellt. Das Brusco Restaurant in Jonquières ist genau so ein Ort.
Untergebracht in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude, erzählt das Brusco schon mit seinen Mauern Geschichten – von Ankünften, Aufbrüchen und kleinen Momenten dazwischen. Heute steigen hier keine Züge mehr, dafür wird mit viel Liebe gekocht, serviert und genossen.
Die Atmosphäre ist entspannt und zugleich besonders: ein Hauch Industrial trifft auf provenzalisches Lebensgefühl, mit charmanten Details und einer Terrasse, die an warmen Abenden zu einem Lieblingsplatz wird.
Die Speisekarte ist so bunt wie die Region selbst: lokale Spezialitäten, saisonal und mit einem modernen Twist, treffen auf internationale Einflüsse.
Ob zum Mittagessen unter der Pergola, zum Aperitif bei Sonnenuntergang oder für ein spätes Abendessen mit Freund:innen – das Brusco ist ein Ort, an dem man gerne länger bleibt. Und vielleicht sogar ein bisschen länger, als man vorhatte.
Unser Tipp: Es gibt wunderbare Pinsa!

Pizza des Halles
Wenn der Abend einfach sein darf
Manchmal braucht es nicht viel: ein lauer Abend, ein gutes Glas Wein, vielleicht ein paar Kerzen – und eine richtig gute Pizza. Wenn ihr nach einem langen Tag voller Eindrücke einfach in eurer Unterkunft bleiben möchtet, ohne zu kochen, dann haben wir einen kleinen Geheimtipp für euch: Pizza des Halles.
Ganz unkompliziert, herzlich und herrlich lecker – hier gibt’s frisch gebackene Pizzen, wie sie sein sollen: knuspriger Boden, aromatischer Belag, ein Hauch Italien mitten in der Provence. Ob klassisch mit Mozzarella und Basilikum, herzhaft mit Ziegenkäse und Honig oder kreativ belegt mit saisonalen Zutaten – jede Pizza ist mit Sorgfalt gemacht und schmeckt nach einem Stück Urlaub.
Ideal für einen entspannten Abend zu zweit, mit Freund:innen oder auch mal nur mit einem guten Buch auf der Terrasse. Holt euch eine Flasche Rosé aus der Region, vielleicht noch ein paar Oliven vom Markt – und macht es euch einfach schön.
Pizza des Halles ist kein großes Restaurant, kein Geheimtipp aus dem Gourmetführer – aber genau das macht seinen Charme aus.
Einfach. Gut. Und genau richtig für alle, die sich an diesem Abend nicht entscheiden müssen – außer: Welche Pizza darf’s heute sein?
Achtung: nur Abholung, keine Lieferung!
